
Unter Erster Hilfe versteht man von jedermann durchzuführende Maßnahmen, um menschliches Leben zu retten, bedrohende Gefahren oder Gesundheitsstörungen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe, Rettungsdienst abzuwenden oder zu mildern. Dazu gehört insbesondere das Absetzen eines Notrufs, die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Verletzten.
Die 10 goldenen Regeln der Ersten Hilfe:
- Vergewissern Sie sich, dass Ihre Umgebung sicher ist. Setzen Sie sich und den Verletzen
keinem Risiko aus
- Entscheiden Sie, ob der Verletzte medizinische Hilfe braucht; fragen Sie nach Hilfe, wenn
Sie unsicher sind
- Beruhigen Sie den Verletzten und halten Sie ihn warm
- Lagern Sie den Verletzten bequem, bewegen Sie ihn nicht, wenn der Verdacht einer
Rücken- oder Nackenverletzung besteht
- Waschen Sie Ihre Hände bevor Sie Erste Hilfe Verbände anwenden oder benutzen Sie
Wegwerf-Handschuhe, um Infektionen zu vermeiden
- Reinigen Sie die Wunde sorgfältig, bevor Sie einen Verband anlegen
- Entfernen Sie Fremdkörper, wie Abrieb oder Glas. Entfernen Sie keine eingeschlossen
Fremdkörper, überlassen Sie das den medizinischen Experten
- Benutzen Sie immer das passende Produkt für die Verletzung
- Denken Sie daran, die verwendeten Teile im Verbandkasten/-Koffer zu ersetzen
Gerade in Extremsituationen, z. B. bei Unfällen, kommt es darauf an,besonnen zu reagieren und dem Rettungsdienst möglichst präzise Angaben zu machen. Je exakter Ihre Informationen sind, desto besser können sich Feuerwehr bzw. Notarzt auf den Einsatz vorbereiten. In diesen Fällen benötigen Sie unbedingt ärztliche Hilfe:- Wenn Sie Zweifel haben, wie schwerwiegend eine Verletzung ist
- Wenn die Wunde klafft, das Blut pulsierend aus der Wunde fließt bzw. Sie die Blutung
nicht stillen können
- Wenn rund um die Wunde Taubheits- und/oder Lähmungserscheinungen auftreten
- Wenn bereits geschlossene oder genähte Wunden anfangen, sich zu röten,
anzuschwellen oder zu pochen
- Wenn kein ausreichender Tetanusschutz mehr besteht
- Wenn eine Verletzung am Kopf, eine Bissverletzung oder schwere Verbrennung vorliegt
Beachten Sie die folgenden fünf W´s: - Was? Erklären Sie, was geschehen ist
- Wo? Teilen Sie mit, an welchem Ort (Straße, Hausnummer etc.) der Unfall passiert ist
- Wer
Wieviele? Berichten Sie, wer sich verletzt hat. Sofern es mehrere Verletzte gibt, die ärztlich versorgt werden müssen, geben Sie unbedingt die Anzahl der Betroffenen durch
- Welche? Beschreiben Sie kurz die von Ihnen festgestellten Verletzungen
Sind die Verletzten ansprechbar?
- Warten! Legen Sie nicht gleich auf; warten Sie auf mögliche Rückfragen der Rettungsleitstelle.
Das Leben anderer Menschen retten. Die Beherrschung von Erste-Hilfe-Maßnahmen können Leben retten. Darum sollten Sie einige Abläufe und Regeln beherrschen, um bis zum Eintreffen von qualifiziertem Personal helfen zu können. Denken Sie daran, dass Sie im Notfall keine Zeit zum Nachlesen haben.
- Legen Sie die Person auf den Rücken und flach auf den Boden.
- Biegen Sie den Kopf leicht zurück. Halten Sie mit der einen Hand die Stirn und heben Sie mit der
anderen Hand das Kinn, indem Sie mit den Fingerspitzen die Kieferknochen halten. Dies dient dazu, dass die Zunge nicht die Luftwege verlegt. - Halten Sie die Person auf diese Weise und prüfen Sie, ob die Person atmet.
- Schauen Sie auf den Brustkorb und achten sie darauf, ob er sich hebt.
- Legen Sie Ihre Wange direkt vor den Mund der Person und fühlen Sie, ob sie atmet.
- Legen Sie Ihre Ohren an den Mund der Person und hören Sie, ob sie atmet.
- Wenn die Person atmet, legen Sie sie in die stabile Seitenlage und rufen Sie den Rettungsdienst.
- Wenn die Person nicht atmet, rufen Sie sofort den Rettungsdiens und beginnen Sie mit der
Herz-Lungen-Wiederbelebung. Starten Sie mit 30 mal Drücken auf die Mitte des Brustbeins, danach wird zweimal je eine Sekunde beatmet, danach drücken Sie wieder 30 mal usw. Daraus ergibt sich ein Rhythmus von 30 Brustkorbkompressionen und zwei Atemspende. Dieser Rhythmus gilt unabhängig ob ein oder zwei Helfer vor Ort sind. Für die Herzdruckmassage platzieren Sie Ihre Hand in der Mitte des Brustbeins. Legen Sie Ihre andere Hand zentral Richtung Kopf auf das Brustbein und drücken Sie dies in rhythmischen Bewegungen gleichmäßig vier bis fünf Zentimeter Richtung Wirbelsäule. Wenn Sie künstlich beatmen müssen, sollten Sie folgendermaßen vorgehen: - Halten Sie den Kopf zurück und den Kiefer nach oben.
- Halten Sie die Nase mit zwei Fingern zu.
- Öffnen Sie Ihren Mund weit, holen Sie tief Luft und schließen Sie mit Ihren Lippen den Mund der Person.
- Blasen Sie zweimal eine Sekunde lang mit einer kurzen Pause - langsam, aber bestimmt.
- Schauen Sie, ob sich der Brustkorb der Person hebt. Wenn sich der Brustkorb hebt, hauchen Sie genügend Luft ein. Wenn Sie Widerstand spüren, halten Sie den Kopf ein bisschen weiter zurück und heben den Kiefer erneut.
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