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| Höchste Pandemie-Stufe ausgelöst |
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Influenza A/ H1N1 Pandemie-Warnstufe von 5 auf 6 erhöht und damit die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt. Die sechste und höchste Pandemie-Stufe bedeutet, dass ein Virus weltweit in der gesamten Bevölkerung von Mensch zu Mensch übertragen wird.
Zuletzt
hatte die WHO die 6. Pandemie-Warnstufe anlässlich der Hongkong-Grippe 1968/69
ausgelöst. Zu der aktuellen Entscheidung kam es vor dem Hintergrund der
zunehmenden rasanten weltweiten Ausbreitung des Influenza A/ H1N1. Weltweit
sind nach Angaben der WHO bislang 27.737 Fälle in 74 Ländern bestätigt worden,
141 Menschen starben. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in
Deutschland derzeit 95 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt (Stand 11.06.
2009). Bei der Auslösung der höchsten Pandemiestufe spielte vor allem die
nun autochthone Übertragung des Virus eine Rolle, d. h., dass das Virus nicht
aus einem anderen Land eingeschleppt wird, sondern im jeweiligen Land innerhalb
der Bevölkerung übertragen wird. Auch in
Deutschland breitet sich das neue Influenza A-Virus weiter aus. In NRW und
Bayern wurden aufgrund von Infektionen bereits zwei Schulen und 1 Kindergarten
vorläufig geschlossen. Die Krankheit selbst verläuft relativ mild und ist
derzeit mit Medikamenten in der Regel zu beherrschen. Angesichts der
wachsenden Ansteckungsgefahr weist das RKI auf die Bedeutung von
Hygienemaßnahmen hin. Dass im
Bestreben nach einer Eindämmung des Virus keinesfalls nachgelassen werden darf,
belegen auch die ersten wissenschaftlichen Beurteilungen um Aufbau und
Verhalten des behüllten Virustyps A/H1N1. So liegt nach Einschätzungen der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Menschen offenbar keine – oder nur sehr
beschränkte - Immunität gegen das neue Influenza Virus vor. Hinzu kommt die
Erkenntnis, dass Influenzaviren, insbesondere des Subtyps A, ihr Erbgut ständig
verändern. Eine weitere Verbreitung des A/ H1N1 Virus – speziell in der
südlichen Hemisphäre, wo die reguläre Influenzasaison gerade beginnt – birgt
nach Ansicht von Virologen, die Gefahr einer Rekombination mit anderen Viren in
sich. Dies könnte die Entstehung einer, für den Menschen gefährlicheren
Influenza-Variante zur Folge haben. Aktuelle
Einschätzungen des Robert Koch-Institutes zum gegenwärtigen Stand, konkrete
Empfehlungen zur Prävention sowie zum Vorgehen bei Verdachtsfällen von
Infektionen mit dem A/ H1N1 Virus erhalten Sie unter www.rki.de. Eine
umfangreiche Informationsmappe zur neuen Influenza A/H1N1 mit ausführlichen
Details zu Hygienemaßnahmen und Produktempfehlungen können Sie hier herunterladen.
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